Kommentare deaktiviert für Seminar Rotlicht trifft Blaulicht begeistert Inserenten und Gäste

Das Seminar zum Thema Steuern und Jugendschutzrecht begeisterte und forderte die Teilnehmer am Karfreitag.

Frau Jakus zum Thema Steuern im Rotlicht

Frau Jakus zum Thema Steuern im Rotlicht

Es war wettertechnisch der schönste Tag des noch jungen Jahres und zudem noch der Anfang eines langen Osterwochenendes. Ein Wetter zum wegfahren, aber nicht gerade für ein Seminar. Trotzdem waren fast alle angemeldeten Teilnehmer da und ließen sich zunächst 2 Stunden zum Thema Steuerrecht informieren.

Frau Jakus, Steuerberaterin aus Berlin und ausgewiesene Expertin für das Steuerrecht im Rotlicht, brachte gemeinsam mit den Teilnehmern ein eigentlich sehr ungeliebtes Thema sehr lebhaft und spannend vor. Schwerpunkte waren das Düsseldorfer Verfahren und die Umsatzsteuer. Letzteres weckte bei einigen Gästen unangenehme Gefühle, weil das Finanzamt nach einer Umsatzsteuerprüfung teilweise sehr horrende  Nachzahlung forderte, die einige Mandanten sogar in den Ruin trieben und treiben.

Das Problem hier ist die Gradwanderung der Deklaration, wer für Schuldner der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ist. Für das Finanzamt immer wieder gern der Betreiber der Zimmervermietung, des Bordells oder der Agentur, da die meisten Modelle als sg. Kleinunternehmerinnen keine Umsatzsteuer abführen.

Da aber gerade diese Steuerart für den Fiskus so interessant ist, sind hier die Steuerprüfer besonders genau und legen das Recht schon mal sehr zu Ungunsten der Steuerpflichtigen aus.

In den letzten Monaten hat diese Form der ‚Nachversteuerung‘ enorm um sich gegriffen. Da war es wichtig, dass Frau Jakus aus ihrer Praxis wichtige Tipps gibt. Das größte Problem ist wohl immer noch die ‚Steuerunlustigkeit‘ der Modelle in den Bordellen.

Da es hier einige Damen enorm übertreiben und letztlich ständig Verluste einfahren (jedenfalls auf dem Papier), haben die Prüfer hier jetzt ein ganz besonderes Auge drauf.

Der wichtigste Tipp der Steuerexpertin: Suchen Sie sich einen Steuerberater, der Sie berät. In der Vergangenheit begangene Fehler können sehr sehr teuer werden.

Marko Doerre zum Thema Jugendschutz

Marko Doerre zum Thema Jugendschutz

Auch das Thema vom Rechtsanwalt und Jugendschutzexperten Marko Doerre fand reges Interesse. Es ging in erster Linie um den großen Bereich des Jugendschutzes.  Er stellte gleich 4 verschiedene Behörden und private Anbieter vor, die den Webmastern das Leben schwer machen .

Dabei geht es nicht um die Verbreitung von Pornografie (184 StGB), sondern um die Werbung für Prostitution (120 OWiG), die ja auf dem Papier immer noch verboten ist.

Jetzt, wo mittlerweile fast alle deutschen Angebote jugendschutzkonform oder die Anbieter ausgewandert sind, suchen sich die Behörden ein neues Betätigungsfeld.

In seiner ‚Berliner Liste‘ stellte der Rechtsanwalt Begriffe vor, die nach seiner Auffassung Ärger mit diesen Behörden auslösen könnten. Kein Wunder, dass es da Unverständnis und Argwohn bei den Zuhörern gab (der Überbringer der schlechten Nachricht ;-)), natürlich aber auch großes Interesse an diesem Thema.

Die Präsentation der Bilder war dann wohl der spannendste Höhepunkt des Vortrages. Ging es hier doch um die Stellung, Positionierung und Fokosierung der sekundären und primären Geschlechtsmerkmale (wie der Jurist sagt). Wie gesagt, es geht nicht um Pornografie.

Auch RA Doerre kann viele Entscheidungen nicht nachvollziehen, aber auch ihm bleibt am Ende nichts anderes übrig, als das seinen Mandanten zu erklären.

Gegen 18 Uhr verließen dann die Hörer das Seminar, vollgestopft mit Informationen.

Das Fazit:

Es war sehr interessant und viele wussten gar nicht, was sie in der Vergangenheit alles für Fehler begangen haben. Jetzt geht es an die Schadensbegrenzung…

Die Seminarreihe ‚Rotlicht trifft Blaulicht‘ soll in jedem Fall in Zukunft fortgeführt werden. Denn für uns von BERLINintim ist es wichtig, dass unsere Inserenten ihr Geschäft vernünftig weiterführen können und nicht in die Mühlen der Justiz oder zwischen die Rädern des Fiskus geraten.

Comments are closed.